Beglaubigung, Apostille oder Legalisation – Übersetzungen im internationalen Rechtsverkehr

Die Regelungen für die Ver­wendung und An­erkennung von Doku­menten in oder aus anderen Ländern sind viel­fältig und führen häufig zu Pro­blemen. Ursache hierfür ist, dass die kon­kreten An­forderungen immer von der Stelle be­stimmt werden, die ein Dokument er­halten will. Oft gestaltet es sich schwierig, die Echt­heit eines Dokumentes oder die Korrekt­heit einer bei­gestellten Über­setzung zu einem Original­dokument fest­zustellen. Daher er­folgt üblicher­weise die Be­stätigung dieser Echt­heit oder Über­einstimmung durch eine an­erkannte Stelle.

Die einfachste Form hierbei ist die Legalisation. Die Legalisation bestätigt, dass eine Kopie „echt“ ist, d. h. dass sie dem Originaldokument entspricht. Für Dokumente, die nach dem CIEC-Abkommen bereits mehr­sprachig ausgestellt werden, reicht die Legalisierung oft bereits aus, d.h. es wird für viele Länder keine zusätzliche Übersetzung des Dokumentes benötigt. Die Legalisation deutscher Dokumente wird von den konsularischen oder diplomatischen Vertretungen der Länder durchgeführt, in denen das Dokument oder die Urkunde verwendet werden soll. Teilweise wird hierzu eine Vor- oder Endbeglaubigung durch eine deutsche Behörde benötigt.

Darüber hinaus gibt es das Haager Übereinkommen von 1961, das vorsieht, dass die Legalisation durch eine Haager Apostille ersetzt wird. Dieses Abkommen bezieht sich auf eine Vielzahl weiterer Dokumente und Urkunden, die bspw. im Handelsverkehr oder bei Zollverfahren benötigt werden. Mit der Apostille werden die Echtheit der Unterschrift bzw. eines Siegels und die Befugnis zur Ausstellung bestätigt. Voraussetzung für die Ausstellung einer Apostille ist die Vorlage des Dokumentes oder der Urkunde im Original. Eine Apostille für deutsche Dokumente und Urkunden kann von bestimmten deutschen Behörden ausgestellt werden.

Zusätzlich kann für die Verwendung eines Dokumentes oder einer Urkunde auch eine Übersetzung er­forderlich sein. Diese wird in solchen Fällen üblicherweise durch einen öffentlich beeidigten oder ermächtigten Übersetzer erfolgen. Durch seine Unterschrift und seinen Stempel bestätigt der Übersetzer als Sachverständiger die Korrektheit der Übersetzung. Dies ist die erste Stufe im Veredelungs­prozess von fremdsprachigen Fassungen. Damit ist die Übersetzung allerdings noch nicht zu einer rechtsfähigen Urkunde geworden. Als nächster Schritt ist die Beglaubigung der Unterschrift (und rechtlichen Befähigung) des Übersetzers durch einen Notar möglich. Dieser Schritt ist aber nicht immer zwingend er­forderlich. Ist eine höher­wertige Bestätigung vonnöten, kann durch die zuständigen Gerichte die Eigenschaft des Übersetzers als anerkannter Sachverständiger bestätigt werden. Diese Bestätigung ist dann eine öffentliche Urkunde, für die anschließend eine Apostille oder Legalisation erteilt werden kann.

Etwas einfacher sieht die Situation bei der Verwendung von ausländischen Dokumenten oder Urkunden in Deutschland aus. Hier reicht in vielen Fällen eine Legalisation oder Apostille des Originaldokumentes in Verbindung mit einer Übersetzung durch einen öffentlich beeidigten oder ermächtigten Übersetzer aus.

Gern beraten und unterstützen wir Sie bei der Anfertigung von beglaubigten Übersetzungen sowie bei der Legalisation und der Ausstellung von Apostillen für ihre Dokumente und Urkunden. Ihr Ansprechpartner in unserem Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailTeam 2 ist Herr Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailCarsten Mende.