Die vier Säulen eines wirklich ausgereiften Lokalisierungsprogramms
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Die vier Säulen eines wirklich ausgereiften Lokalisierungsprogramms

Ihr Lokalisierungsprogramm ist in vollem Gange und Sie verkaufen Ihre Produkte und Dienst­leistungen in einigen Ländern. Aber da Ihr Unter­nehmen inter­national weiter expandiert, nehmen auch das Volumen der Inhalte, die Ge­schwindigkeit der Markt­einführung und die Content-Typen zu. Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Lokalisierungs­maschine wie am Schnürchen läuft.

Durch unsere jahrzehnte­lange Erfahrung in der Unter­stützung von Marken bei der Globalisierung haben wir vier grundlegende Säulen eines aus­gereiften Lokalisierungs­programms identifiziert. Denken Sie darüber nach, diese zu implementieren, und beobachten Sie, wie sich Ihr Lokalisierungs­programm entwickelt.

Zentrales Lokalisierungs- und Programm-Management

Wenn mehrere Personen in verschiedenen Ländern oder Abteilungen ihren jeweils eigenen Lokalisierungs­bedarf verwalten, kann dies kaum koordiniert ablaufen. Wahrscheinlich setzen sie unter­schiedliche Sprach­dienstleister (LSP) ein und verzichten so auf günstige Preise. Zusätzlich können linguistische Ressourcen wie Translation Memorys, Termbanken oder Tools nicht so effizient genutzt werden, wie man sich das wünschen würde. Dies beschreibt eine Situation, in der es tatsächlich empfehlenswert ist, alle Äpfel in einen Korb zu legen.

Lassen Sie ein Team oder eine Abteilung Ihr gesamtes Lokalisierungs­programm verwalten. Mit zunehmender Reife erkennen Unter­nehmen den Wert einer Konsolidierung und Rationalisierung, insbesondere wenn es viele Beteiligte gibt, die Inhalte unterschiedlicher Art zu unterschiedlichen Zeitplänen produzieren. Die Einrichtung einer zentralen Lokalisierungsfunktion kann nicht nur die Sprach­qualität durch die Übernahme der Verantwortung für die linguistischen Ressourcen verbessern, sondern auch Zeit- und Kosteneffizienz durch die Wahl eines Workflows und Toolsets, das alle Inhaltstypen unterstützt, erzielen.

Wenn Sie alle Lokalisierungs­anforderungen unter einem Dach vereinen, könnten Sie darüber hinaus die Not­wendigkeit erkennen, die Lokalisierungs­bemühungen mit einem oder mehreren LSP zu konsolidieren. Durch die Verwaltung von weniger Anbietern kann das Team den Aufwand für das Projektmanagement reduzieren. Außerdem können Sie Aufgaben des Projekt­managements und der Ressourcen­beschaffung an Ihre LSPs aus­lagern, sodass Sie sich auf das Management der Anfragen Ihrer internen Stakeholder konzentrieren können. Und zu guter Letzt können Sie möglicher­weise Mengenrabatte erzielen.

Qualitätsmanagement-Programm

Die sprachliche Qualität ist entscheidend für die Wahrnehmung Ihrer Marke im Markt und im Ernstfall entscheidend für die Vermeidung von Unfällen und groben Fehlern. Mit Ad-hoc-Bearbeitungen und Wunschdenken können Sie die Qualität nicht steuern.

Ein Qualitätsmanagement-Programm fördert die Qualität Ihrer gesamten Inhalte und umfasst Qualitätsprozesse, Automatisierungen und Definitionen sowie einen Rahmen für die Leistungsbewertung. Die Pflege der linguistischen Ressourcen ist ebenfalls Bestandteil eines Qualitäts­management-Programms. Dazu gehören Dinge wie die Tonalität der Unternehmens­marke und Styleguides, Translation Memorys und Terminologie­datenbanken. Sie müssen auch an der Definition von Qualität, der Festlegung von Qualitätsrichtlinien, der Schulung von Sprachdienstleistern und Linguisten, der Erstellung von LQA-Formularen und der Festlegung von Erwartungen beteiligt sein, um ein korrektes Brand Messaging zu gewährleisten.

Schließlich binden viele globale Unternehmen auch die Beteiligten in den Zielmärkten in das Qualitäts­management ein. Ihr Wissen über die lokalen Märkte und Kulturen vor Ort kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn es darum geht, Personas von Zielkunden und Styleguides für jeden Markt zu definieren, die Qualität der Über­setzungen zu überprüfen und LSPs und ihre Übersetzer mit konkretem Feedback zu unter­stützen, um die Leistung der Übersetzer kontinuierlich zu verbessern. Respektieren Sie die Zeit, die die Kollegen für ihren „Tagesjob“ aufwenden, aber nutzen Sie ihr umfangreiches kulturelles Fachwissen.

Solides Technologie-Framework

Heutzutage ist Technologie ein Bestandteil von fast allem, was wir tun, und das Übersetzen Ihrer Inhalte ist keine Ausnahme. In dieser sich ständig verändernden Lokalisierungslandschaft sind Tools unerlässlich, um mit den Anforderungen an Geschwindigkeit und Qualität Schritt zu halten, die Kosten niedrig zu halten und mit immer mehr Arten von Inhalten zu jonglieren.

Doch das Feld der Lokalisierungs­technologien wird täglich größer, und es kommen immer mehr Tools auf den Markt. Sie müssen sich nicht nur einen Überblick über das gesamte Angebot ver­schaffen, sondern auch herausfinden, welche Lösung angesichts Ihrer Lokalisierungs­anforderungen und Ihrer aktuellen Technologieinvestitionen die beste für Sie ist. (Kein Tool passt auf alle Anforderungen!)

Beauftragen Sie einen Experten für Lokalisierungs-Tools, der Sie bei der Auswahl, An­passung und Integration der richtigen Tools für Ihr Programm unter­stützt. Hier sind ein paar Dinge, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Setzen Sie Technologien ein, die Workflow-Schritte automatisieren, Systeme verbinden und die Qualität verbessern (z. B. CAT-Tools, TMS, CMS, Autorentools usw.).
  • Versuchen Sie, Technologie-Frameworks mit „hoher Kompatibilität“ zu verwenden, z. B.: granulare, über API zugängliche Methoden, die von überall aus aufgerufen werden können.
  • Stellen Sie sicher, dass Technologieplattformen und -integrationen schnelle, agile Inhalte und Prozesse unterstützen können.
  • Erstellen Sie einen Satz von Werkzeugen für alle Ihre LSPs und
    Stakeholder, mit angepassten Workflows für die verschiedenen Content-Typen und Qualitätsstufen, die Sie benötigen.

Aussagekräftige KPIs, Daten und Analysen

Wie bei jedem Ziel im Leben können Sie nicht messen, wie erfolgreich Sie bei der Erreichung sind, wenn Sie Ihren Fortschritt nicht messen. Es reicht nicht aus, sich einfach nur Ziele zu setzen – Sie müssen Key Performance Indicators (KPIs) festlegen, d. h. Kennzahlen und Meilensteine, die Sie in einem bestimmten Zeitrahmen erreichen wollen.

KPIs sollten quantifizierbar sein. Legen Sie für den Anfang 3-4 Ziele fest (Steigerung des Web-Traffics um x %? Keine sprachlichen Fehler? immer pünktliche Lieferungen?) und einen Zeitrahmen, in dem sie gemessen werden sollen (vierteljährlich, jährlich, etc.). Der Fokus sollte auf dem liegen, was für Sie, Ihre Stakeholder und Ihre Kunden wichtig ist.

Als Nächstes sollten Sie sicherstellen, dass Sie wissen, wo Sie die Daten finden, die zur Messung dieser Ziele benötigt werden. Wo verfolgen Sie Lieferungen? Können Sie von Ihrem LSP regel­mäßige Berichte über die Qualität der ge­lieferten Produkte erhalten? Kann Ihr Marketing-Team die Leistung der Website in jedem Markt messen? Noch besser: Können Sie Dashboards erhalten, die Informationen konsolidieren und es Ihnen leicht machen, den Fortschritt gegenüber den KPIs in Echtzeit und in aller Ruhe zu verfolgen?

Jetzt, wo Sie die Messlatten und die Daten haben, können Sie endlich damit beginnen, alles zu analysieren und Schluss­folgerungen zu ziehen. Haben Sie Ihre KPIs er­reicht oder übertroffen? Wenn ja, sollten Sie Ihre Ziele für das nächste Jahr oder Quartal anpassen. Möglicherweise müssen Sie auch höhere oder andere KPIs festlegen, um die nächste Stufe des Wachstums zu erreichen. Weitere Tipps und praktische Arbeits­blätter, die Ihnen den Einstieg erleichtern, finden Sie in unserem eBook: Wie Sie mit den richtigen KPIs den Wert Ihrer Lokalisierungen messen.

Next-Generation-Lokalisierung

Wenn Sie diese vier Säulen Ihres Lokalisierungs­programms implementiert haben, werden Sie möglicherweise eine Veränderung in der Art und Weise feststellen, wie Ihr Unternehmen die Lokalisierung betrachtet und in strategische Entscheidungen einbezieht. Sobald sie auch als Umsatz­faktor und nicht nur als Kostenstelle gesehen wird, wird die Lokalisierung zu einem Bestand­teil der Content-Erstellung und der Marketing-Workflows und nicht mehr nur ein nachträglicher Gedanke sein.

Und das gibt Ihrem loc-Programm die Kraft und die Fähigkeit, noch weiter zu gehen. Brauchen Sie Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihres Lokalisierungs-Programms? Wir helfen gerne.

 

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