Die KI-Sprachbarriere wird kleiner – aber zwischen Modellversionen sind Performance-Schwankungen möglich, warnt die TrainAI-Studie von RWS
Die Ergebnisse unterstreichen, dass für erfolgreiche KI-Strategien in Unternehmen eine kontinuierliche und auf hochwertigen, kulturell nuancierten Daten basierende Validierung erforderlich ist
Maidenhead, Vereinigtes Königreich
4/13/2026 9:00:00 AM
4/13/2026 9:00:00 AM

RWS (RWS.L), ein globales Unternehmen für KI-Lösungen, hat heute die Ergebnisse seiner neuesten TrainAI-Studie zur synthetischen Datengenerierung mit multilingualen LLMs veröffentlicht. Sie zeigt, dass es führenden großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs) zwar gelingt, die globale Sprachbarriere abzubauen, die Performance jedoch von einer Modellgeneration zur nächsten unvorhersehbaren Schwankungen unterliegt.
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Evaluierung durch Expert:innen, um sicherzustellen, dass Unternehmen ein für ihre spezifischen Geschäftsanforderungen passendes Modell auswählen.
Der Abbau der globalen Sprachbarriere zählt zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Unterschied in der Performance zwischen gut unterstützten Sprachen wie Englisch und unterrepräsentierten Sprachen deutlich verringert hat. Die Studie stellt einen branchenweiten Trend zu sprachlichen Verbesserungen und relevante Fortschritte bei Modellen wie GPT und Claude Sonnet fest, verweist jedoch auch auf die herausragende Performance von Google Gemini Pro. In Kinyarwanda, einer Sprache, in der frühere Modellgenerationen Schwierigkeiten hatten, einen kohärenten Text zu produzieren, wurden hohe Bewertungen (über 4,5 von 5) erzielt.


„Diese Studie zeigt einen bahnbrechenden Moment auf, bei dem es nicht darum geht, menschliche Expertise zu ersetzen, sondern diese mit der richtigen Technologie zu erweitern. KI wird sprachübergreifend immer leistungsfähiger, daher ist der Bedarf für ein tiefgreifendes kulturelles Verständnis und menschliche Validierung wichtiger denn je. Aus diesem Grund begleitet RWS Unternehmen in dieser neuen Realität durch die Integration von leistungsstarken Technologien und Experts-in-the-Loop-Content-Workflows, um Genauigkeit, kulturelle Resonanz und Markenkonsistenz auf globaler Ebene zu gewährleisten.“

Die Studie hat auch eine bedeutsame Einschränkung für Unternehmen aufgedeckt: Der KI-Fortschritt entwickelt sich nicht unbedingt linear. Die Studie ergab eine „Benchmark-Abweichung“ bei der Leistungsfähigkeit von LLMs zwischen aufeinanderfolgenden Modellgenerationen. Beispielsweise stellte sich heraus, dass die neueste Version von GPT bei mehreren Aufgaben zur Inhaltsgenerierung, bei denen die Vorgängerversion konkurrenzfähig war, hinter kleineren Modellen zurückblieb.
Kernkennzahlen wie die Tokenizer-Effizienz, die sich auf die Kosten auswirkt, variierten ebenfalls erheblich zwischen den Modellgenerationen. Die Studie zeigt, dass die Modell-Upgrades die Stärken und Schwächen auf unvorhersehbare Weise neu kombinieren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, auch vertraute Modellfamilien bei jeder neuen Version neu zu bewerten.

„Der reale Wert eines Modells beruht oft auf bestimmten, häufig übersehenen Kennzahlen. Faktoren wie die Tokenizer-Effizienz, die Modelle in bestimmten Sprachen 3,5 Mal kostengünstiger machen kann als andere, sind von entscheidender Bedeutung. Die Grundlage einer erfolgreichen KI-Strategie ist ein kontinuierlicher Validierungsprozess, der auf hochwertigen, kulturell nuancierten KI-Daten beruht. So wird sichergestellt, dass Sie nicht irgendein beliebiges Modell, sondern das optimale Modell für Ihre individuellen Unternehmensanforderungen einführen.“
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen im Zuge der rasanten Weiterentwicklung der KI-Landschaft nicht nur auf öffentliche Bestenlisten schauen sollten, sondern bei jeder neuen Modellversion eine kontinuierliche, unabhängige Evaluierung durchführen müssen, um sicherzustellen, dass diese immer noch die passende Lösung für ihren spezifischen KI-Anwendungsfall ist.
Klicken Sie hier, um den vollständigen Bericht zur Studie „TrainAI Multilingual LLM Synthetic Data Generation Study 2.0“ herunterzuladen.
